Der MPU Ablauf bei Alkohol:
Ihr Weg von der Anordnung bis zum Gutachten
Der Verlust der Fahrerlaubnis nach einem alkoholbedingten Vorfall im Straßenverkehr stellt für die meisten Betroffenen den Alltag auf den Kopf. Hinzu kommt oft eine große Unsicherheit: Was passiert jetzt eigentlich genau? Wie lange dauert der Weg zurück zur Fahrerlaubnis, und welche Schritte müssen Sie in welcher Reihenfolge gehen?
Franco Kastellon begleitet Sie durch genau diesen Prozess – strukturiert, ehrlich und ohne Bewertung Ihrer Vergangenheit. Auf dieser Seite erhalten Sie einen vollständigen Überblick über den MPU Ablauf bei Alkohol: von der ersten Kontrolle bis zum fertigen Gutachten.
Die MPU im Überblick – die wichtigsten Etappen auf einen Blick
Bevor wir jeden Schritt im Detail betrachten, hier die grobe Struktur, an der Sie sich orientieren können:
- Kontrolle und Anordnung – die Behörde fordert Sie schriftlich zur MPU auf
- Sperrfrist – die gerichtlich festgelegte Wartezeit beginnt
- Antrag auf Wiedererteilung – Sie stellen den Antrag bei Ihrer Fahrerlaubnisbehörde
- Wahl der Begutachtungsstelle – Sie entscheiden, wo Sie die MPU ablegen
- Der Untersuchungstag – medizinischer Test, Leistungstest, psychologisches Gespräch
- Das Gutachten – Ergebnis und weiteres Vorgehen
Jede dieser Etappen bringt eigene Fristen, Anforderungen und Entscheidungen mit sich. Im Folgenden gehen wir sie einzeln durch.
Phase 1 – Die Kontrolle und der Weg zur MPU-Anordnung
Wann wird eine MPU wegen Alkohol überhaupt angeordnet?
Nicht jeder Alkoholverstoß im Straßenverkehr führt automatisch zu einer MPU. Die Fahrerlaubnisbehörde orientiert sich dabei an gesetzlichen Vorgaben, insbesondere an § 13 der Fahrerlaubnis-Verordnung (FeV):
- Ab 1,6 Promille liegt der Grenzwert der sogenannten absoluten Fahruntüchtigkeit. Hier wird in aller Regel eine MPU angeordnet.
- Bereits ab etwa 1,1 Promille kann die Behörde eine MPU verlangen, wenn zusätzliche Umstände hinzukommen – etwa auffälliges Fahrverhalten oder ein Unfall.
- Bei wiederholten Alkoholauffälligkeiten im Straßenverkehr wird eine MPU unabhängig vom konkreten Promillewert angeordnet, da die Behörde von einem wiederkehrenden Verhaltensmuster ausgeht.
Wie viel Zeit vergeht bis zur Aufforderung?
Zwischen dem eigentlichen Vorfall und dem Schreiben Ihrer Führerscheinstelle können mehrere Monate vergehen. In dieser Zeit werden zunächst polizeiliche Kontrollen, Bluttests und der Polizeibericht ausgewertet. Erst danach erhalten Sie die schriftliche Aufforderung, ein medizinisch-psychologisches Gutachten beizubringen. Diese Wartezeit fühlt sich für viele Betroffene zermürbend an – gleichzeitig ist sie eine gute Gelegenheit, sich frühzeitig zu orientieren, statt erst auf das Schreiben zu reagieren.
Phase 2 – Die Sperrfrist: Zeit, die Sie aktiv nutzen sollten
Was ist die Sperrfrist und wie lange dauert sie?
Nach der gerichtlichen Entziehung der Fahrerlaubnis wird in der Regel eine Sperrfrist festgesetzt (§ 69a StGB). Sie liegt üblicherweise zwischen sechs Monaten und mehreren Jahren, abhängig von den Umständen des Einzelfalls. Vor Ablauf dieser Frist ist eine Neuerteilung der Fahrerlaubnis grundsätzlich nicht möglich.
Warum diese Zeit über den Erfolg mitentscheidet
Viele Betroffene warten das Ende der Sperrfrist untätig ab – und verschenken damit wertvolle Zeit. Gerade bei einer MPU wegen Alkohol spielen der Nachweiszeitraum für Abstinenznachweise sowie die inhaltliche Aufarbeitung der eigenen Vorgeschichte eine zentrale Rolle für das psychologische Gespräch. Je früher Sie sich mit Ihrer Situation auseinandersetzen und gegebenenfalls ein Abstinenzprogramm beginnen, desto realistischer wird ein Termin direkt nach Ablauf der Sperrfrist. Franco Kastellon unterstützt Sie dabei, diese Zeit von Anfang an sinnvoll zu strukturieren.
Phase 3 – Der Antrag auf Wiedererteilung der Fahrerlaubnis
Wann sollten Sie den Antrag stellen?
Der Antrag auf Wiedererteilung sollte bereits etwa drei bis sechs Monate vor Ablauf der Sperrfrist bei Ihrer zuständigen Fahrerlaubnisbehörde eingereicht werden. Wird der Antrag zu spät gestellt, verlängert sich Ihre Zeit ohne Führerschein unnötig, da sowohl die Bearbeitung des Antrags als auch die MPU selbst zusätzliche Wochen in Anspruch nehmen.
Welche Unterlagen werden benötigt?
Für den Antrag sind in der Regel folgende Unterlagen einzureichen:
- ein aktueller Sehtest
- die Bescheinigung über einen Erste-Hilfe-Kurs
- ein Führungszeugnis
- gegebenenfalls bereits vorliegende Abstinenznachweise, sofern diese für Ihren Fall relevant sind
Nach Prüfung Ihrer Unterlagen erhält die Behörde die Grundlage, um Sie offiziell zur MPU aufzufordern und die konkrete Fragestellung zu formulieren, die später an die Begutachtungsstelle weitergegeben wird.
Phase 4 – Die Wahl der Begutachtungsstelle für Fahreignung
Sie haben die freie Wahl
Ein Punkt, der vielen Betroffenen nicht bewusst ist: Sie entscheiden selbst, bei welcher amtlich anerkannten Begutachtungsstelle für Fahreignung (BfF) Sie Ihre MPU ablegen. Die Fahrerlaubnisbehörde macht hier keine Vorgabe, sondern benennt Ihnen lediglich Stellen in Ihrer Nähe. In Deutschland sind mehrere Trägerorganisationen zur Durchführung berechtigt, etwa TÜV, DEKRA oder AVUS.
Worauf Sie bei der Auswahl achten sollten
Da seit 2018 keine einheitliche Preisbindung mehr besteht, unterscheiden sich die Kosten zwischen einzelnen Begutachtungsstellen spürbar. Ein Vergleich lohnt sich daher in jedem Fall. Nach Ihrer Wahl wird Ihre Führerscheinakte an die gewählte Stelle weitergeleitet, und Sie erhalten nach Zahlung der Begutachtungsgebühr einen konkreten Untersuchungstermin.
Phase 5 – Der Tag der Untersuchung: So läuft die MPU ab
Die eigentliche Begutachtung dauert in der Regel zwei bis vier Stunden und gliedert sich in drei Teile. Ihre Reihenfolge kann variieren, inhaltlich gehören jedoch immer dieselben drei Bausteine dazu.
Der medizinische Teil
Ein Arzt mit verkehrsmedizinischer Qualifikation führt ein Anamnesegespräch zu Ihrer gesundheitlichen Vorgeschichte und Ihrem Konsumverhalten, ergänzt durch eine körperliche Untersuchung. Je nach Fall werden zusätzlich Laborwerte wie Leberwerte oder spezifischere Alkoholmarker herangezogen, um Ihre Angaben objektiv zu untermauern.
Der Leistungstest
Ein computergestützter Test prüft Ihre Reaktionsfähigkeit, Konzentration und Aufmerksamkeit – Fähigkeiten, die für ein sicheres Führen eines Fahrzeugs relevant sind.
Das psychologische Gespräch
Dieser Teil bildet häufig den Abschluss der Untersuchung und wird von vielen als der anspruchsvollste empfunden. Im Gespräch geht es darum, ob Sie den damaligen Vorfall nachvollziehbar aufgearbeitet haben, Ihr eigenes Trinkverhalten verstehen und eine glaubhafte, stabile Verhaltensänderung erkennen lassen. Entscheidend ist dabei weniger die „richtige“ Formulierung als eine stimmige, ehrliche und in sich schlüssige Darstellung Ihrer persönlichen Entwicklung. Genau auf diesen Teil bereitet Franco Kastellon Sie gezielt vor.
Phase 6 – Nach der MPU: Das Gutachten und wie es weitergeht
Das Ergebnis
Das fertige Gutachten wird Ihnen nach der Begutachtung zugestellt. Ob und wann Sie es an Ihre Fahrerlaubnisbehörde weiterleiten, liegt in Ihrer eigenen Entscheidung.
Bei einem positiven Gutachten
Legen Sie das Gutachten Ihrer Führerscheinstelle vor, steht der Wiedererteilung Ihrer Fahrerlaubnis in der Regel nichts mehr im Wege.
Bei einem negativen Gutachten
Ein negatives Ergebnis ist belastend, aber kein Endpunkt. Viele Betroffene bestehen die MPU nicht beim ersten Versuch. Eine gezielte Nacharbeit der aufgezeigten Kritikpunkte erhöht die Chancen bei einer erneuten Begutachtung erfahrungsgemäß deutlich.
Eine sorgfältige Vorbereitung entscheidet oft über den Erfolg
Der MPU Ablauf bei Alkohol ist ein bürokratisch anspruchsvoller Prozess mit klaren Fristen – aber sein Ausgang hängt maßgeblich davon ab, wie gut Sie inhaltlich vorbereitet in das psychologische Gespräch gehen. Eine Erfolgsgarantie kann seriöserweise niemand aussprechen. Was Franco Kastellon Ihnen jedoch bieten kann, ist eine strukturierte, individuelle Begleitung: die gemeinsame Aufarbeitung Ihrer persönlichen Vorgeschichte, ein realistisches Verständnis dafür, worauf es im Gespräch ankommt, und eine ehrliche, respektvolle Vorbereitung ohne Verurteilung.
Starten Sie Ihre Vorbereitung mit Franco Kastellon
Sie müssen diesen Weg nicht allein gehen. In einem persönlichen Gespräch klären wir gemeinsam, wo Sie aktuell stehen und welche Schritte für Ihren individuellen Fall als Nächstes sinnvoll sind.
So läuft die Zusammenarbeit ab
So läuft Ihre MPU-Vorbereitung ab
01.

Kostenloses Erstgespräch
Wir klären Ihre Situation, Ihr Delikt und Ihre Ausgangslage in einem unverbindlichen und vertraulichen Gespräch – der erste Schritt, ganz ohne Risiko.
02.

Ihr persönlicher Fahrplan
Sie erhalten eine individuelle Strategie: was zu tun ist, wie lange es dauert und was es kostet – transparent und genau auf Ihren Fall zugeschnitten.
03.

Persönliche Vorbereitung
In regelmäßigen Sitzungen, online oder vor Ort, bereiten wir Sie gezielt auf die Fragen des Gutachters vor und arbeiten gemeinsam an den Ursachen.
Sie erhalten in der Regel innerhalb von 24 Stunden eine persönliche Antwort von mir.
Schreiben Sie mir Ihre Situation – unverbindlich, vertraulich und ohne Verpflichtung.
Hast Du noch Fragen?
- E-Mail: kontakt@mpu-mit-kastellon.de
- Telefon: +49 (0) 160 5643576
